Tulpenfeuer

Krankheit · Botrytis tulipae

Pilzkrankheit, die nur Tulpen befällt: verkrüppelte Triebe, graubraune Flecken, fauliger Schimmel. Befällt Tulpen.

Erkennen

Die Triebe kommen verkrüppelt und verdreht aus dem Boden und sehen wie verbrannt aus. Auf Blättern und Blüten erscheinen kleine, graubraune Flecken, bei feuchtem Wetter wächst ein grauer Schimmelrasen darauf. Stängel faulen oft kurz über dem Boden und knicken um. Auf der braunen Zwiebelhaut sitzen kleine schwarze Pünktchen von 1 bis 2 mm, das sind die Dauerkörper des Pilzes.

Wann: Beim Austrieb im Frühjahr und zur Blüte, vor allem bei nassem, mildem Wetter

Vorbeugen

  • Nur feste, gesunde Zwiebeln ohne schwarze Pünktchen auf der Haut pflanzen.
  • Tulpen nicht zu früh im Herbst stecken, Oktober bis November ist günstiger als September.
  • Mit genug Abstand pflanzen, damit Blätter und Blüten nach Regen schnell abtrocknen.
  • Auf einem Beet mit Befall mindestens drei Jahre lang keine Tulpen pflanzen, der Pilz überdauert im Boden.

Wenn der Befall schon da ist

  • Befallene Triebe sofort mit der Zwiebel herausnehmen und in den Hausmüll geben, nicht auf den Kompost.
  • Verblühte Blüten abschneiden, bevor sie auf die Blätter fallen und dort faulen.

Konventionell: Für den Haus- und Kleingarten gibt es gegen Tulpenfeuer keine sinnvollen zugelassenen Mittel. Gesunde Zwiebeln und Anbaupausen sind der einzige Schutz.

Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.

Diese Pflanzen befällt sie besonders

  • Tulpen

    Die Pilzkrankheit befällt nur Tulpen. Verkrüppelte Triebe mit graubraunen Flecken sofort mit der Zwiebel entfernen und dort drei Jahre keine Tulpen pflanzen.

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