Erdflöhe

Schädling · Phyllotreta

Winzige springende Käfer, die Keimlinge von Kohl, Radieschen und Rucola durchlöchern. Befällt Rote Bete, Radieschen, Rettich, Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Rucola und Gelbsenf.

Erkennen

Viele kleine, runde Löcher in den Blättern, wie mit Schrot beschossen. Bei Berührung springen 2 bis 3 mm kleine, schwarze oder gelb gestreifte Käfer weg. Keimlinge können ganz eingehen.

Wann: April bis Juni, bei trockenem, warmem Wetter

Vorbeugen

  • Das Beet feucht halten: Erdflöhe mögen es trocken, bei feuchtem Boden bleiben sie weg.
  • Den Boden zwischen den Reihen mulchen oder hacken.
  • Ein feinmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Saat auflegen.
  • Salat oder Spinat zwischen die Reihen säen, das hält den Boden beschattet und feucht.

Wenn der Befall schon da ist

  • Beet morgens gründlich gießen und die Pflanzen mehrmals täglich leicht überbrausen.
  • Gesteinsmehl oder Algenkalk morgens auf die taufeuchten Blätter stäuben, das stört die Käfer.

Konventionell: Es gibt zugelassene Mittel gegen beißende Insekten. Meist reicht es, die Keimlinge über die ersten zwei Wochen zu bringen, danach wachsen sie dem Fraß davon.

Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.

Natürliche Gegenspieler

  • Laufkäfer: Jagen nachts am Boden Schneckeneier, junge Schnecken und Insektenlarven.

Diese Pflanzen befällt er besonders

  • Rote Bete

    An Rote Bete gehen eigene Arten, die Rübenerdflöhe, vor allem an die Keimlinge im Frühjahr. Gleichmäßig feuchte Saatreihen lassen die Pflanzen schnell aus dem gefährdeten Stadium wachsen.

  • Radieschen

    Radieschen sind in trockenen Frühjahren oft die ersten Opfer, die Keimblätter sind schnell zerlöchert. Ein engmaschiges Netz oder Vlies direkt nach der Saat und feuchte Erde helfen am besten.

  • Rettich

    Besonders die Keimlinge im Frühjahr und Sommer. Netz auflegen und feucht halten.

  • Kohlrabi

    Frisch gepflanzte Kohlrabi im Frühjahr werden bei Trockenheit stark durchlöchert. Den Boden feucht halten, dann wachsen die Pflanzen dem Fraß meist davon.

  • Brokkoli

    Die Jungpflanzen bei trockenem Wetter feucht halten und abdecken.

  • Blumenkohl

    Bei trockenem Wetter an den Jungpflanzen. Feucht halten und abdecken.

  • Rucola

    Der häufigste Schaden bei Rucola: viele kleine Löcher in den Blättern, vor allem bei trockenem, warmem Wetter. Netz auflegen und feucht halten.

  • Gelbsenf

    Bei trockenem Wetter im Spätsommer löchern sie die Keimblätter. Feucht halten, dann wächst der Senf meist davon.

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