Wühlmäuse

Schädling · Arvicola amphibius (Schermaus)

Fressen unterirdisch Wurzeln, Knollen und Rüben. Befällt Kartoffeln, Topinambur, Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Bärlauch, Tulpen und Krokusse.

Erkennen

Pflanzen welken plötzlich und lassen sich ohne Wurzeln herausziehen. Flache, unregelmäßige Erdhügel (anders als die runden, hohen Hügel des Maulwurfs), Gänge dicht unter der Oberfläche, angenagte Möhren und Kartoffeln.

Wann: Ganzjährig, am meisten Schaden im Herbst und Winter

Vorbeugen

  • Hochbeete mit einem engmaschigen Drahtgitter (Maschenweite höchstens 13 mm) am Boden bauen.
  • Pflanzkörbe aus Draht für Knollen und wertvolle Pflanzen.
  • Katzen, Greifvögel und Wiesel halten den Bestand klein; eine Sitzstange für Greifvögel am Beet hilft.

Wenn der Befall schon da ist

  • Den Gang freilegen und prüfen, ob er wieder verschlossen wird (Verwühlprobe). Dann ist er bewohnt.
  • Fallen, die für Wühlmäuse gemacht sind, in bewohnte Gänge stellen. Das ist die wirksamste Methode.
  • Gerüche wie Knoblauch oder Holunderjauche vertreiben die Tiere höchstens kurz.

Konventionell: Es gibt zugelassene Giftköder und Begasungsmittel für den Haus- und Kleingarten. Sie gefährden auch Haustiere und andere Tiere; Fallen sind die sicherere Wahl.

Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.

Diese Pflanzen befällt er besonders

  • Kartoffeln

    Fressen vor allem im Spätsommer und Herbst an den reifen Knollen. Plötzlich welkende Pflanzen sind ein Warnzeichen, dann die Kartoffeln bald ernten.

  • Topinambur

    Wühlmäuse lieben die Knollen und legen darunter ganze Vorräte an. In Gärten mit Wühlmäusen in Drahtkörben pflanzen.

  • Möhren

    Lagermöhren, die bis in den Herbst im Beet bleiben, sind besonders gefährdet. Welkes Laub und angefressene Rüben sind oft das erste Zeichen.

  • Pastinaken

    Da Pastinaken den ganzen Winter im Beet bleiben, werden sie oft gerade dann angefressen. Die Wurzeln bei Wühlmausbefall lieber vor dem Winter ernten und einlagern.

  • Schwarzwurzeln

    Fressen im Winter gern an den Wurzeln im Boden. Bei Befall die Wurzeln früher ernten und einlagern.

  • Bärlauch

    Können die Zwiebeln im Boden fressen. Bei Befall Pflanzen in Drahtkörbe setzen.

  • Tulpen

    Tulpenzwiebeln sind bei Wühlmäusen sehr beliebt, besonders im Herbst und Winter. Pflanzkörbe aus engmaschigem Draht schützen.

  • Krokusse

    Wühlmäuse und Feldmäuse fressen die Knollen besonders im Herbst und Winter. Drahtkörbe schützen, bei starkem Befall besser Narzissen oder Traubenhyazinthen setzen.

Mehr über Wühlmäuse bei Wikipedia

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