Blattläuse
Kleine Läuse, die in Kolonien an Triebspitzen und Blattunterseiten saugen. Befällt Tomaten, Zucchini, Paprika, Auberginen, Bohnen, Dicke Bohnen, Erbsen, Fenchel, Kohl, Rosenkohl, Grünkohl, Salat, Endivien, Spinat, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Dill, Koriander, Kerbel, Salbei, Oregano, Minze, Borretsch, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Sonnenblumen, Kornblumen, Buchweizen und Blaue Süßlupine.
Erkennen
Grüne, schwarze, graue oder mehlig bepuderte Läuse, 1 bis 3 mm groß, dicht an dicht an jungen Trieben, Knospen und unter den Blättern. Die Blätter kräuseln sich, sind klebrig vom Honigtau, und oft laufen Ameisen hin und her. Auf dem Honigtau wächst später schwarzer Rußtau.
Wann: Mai bis Juli am stärksten, bei warmem, trockenem Wetter
Vorbeugen
- Nicht zu viel Stickstoff düngen: weiche, schnell wachsende Triebe ziehen Läuse an.
- Blühende Pflanzen wie Dill, Ringelblume und Kapuzinerkresse ins Beet holen, dann kommen Schwebfliegen, Marienkäfer und Florfliegen.
- Die Pflanzen ab Mai jede Woche kurz an Triebspitzen und Blattunterseiten ansehen. Kleine Kolonien sind schnell weg.
Schützende Nachbarn
- Kapuzinerkresse neben Tomaten, Zucchini: zieht Blattläuse auf sich und lockt Schwebfliegen an; zieht Blattläuse auf sich und lockt Nützlinge an
- Ringelblume neben Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren: lockt Schwebfliegen und Marienkäfer an
Wenn der Befall schon da ist
- Einzelne Kolonien abstreifen, befallene Triebspitzen abknipsen oder die Läuse mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen.
- Ein paar Tage abwarten: Wo Nützlinge schon da sind, brechen die Kolonien oft von selbst zusammen.
- Bei starkem Befall zugelassene Mittel auf Basis von Kaliseife oder Rapsöl spritzen, sie wirken nur bei direktem Treffer und schonen die meisten Nützlinge.
- Brennnesselauszug (etwa 1 kg frische Brennnesseln auf 10 l Wasser, 12 bis 24 Stunden ziehen lassen, unverdünnt spritzen) schwächt die Läuse.
Konventionell: Gegen saugende Insekten gibt es zugelassene Mittel mit synthetischen Wirkstoffen für den Haus- und Kleingarten. Sie treffen auch Marienkäfer- und Schwebfliegenlarven, deshalb nur bei starkem Befall und nicht in offene Blüten spritzen.
Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.
Natürliche Gegenspieler
- Marienkäfer: Käfer und Larven fressen Blattläuse, eine Larve schafft bis zu 600 in ihrer Entwicklung.
- Schwebfliegen: Die Larven fressen Blattläuse, die Fliegen bestäuben Blüten.
- Florfliegen: Die Larven, auch Blattlauslöwen genannt, fressen Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und Weiße Fliegen.
- Schlupfwespen: Winzige Wespen, die ihre Eier in Blattläuse und Raupen legen und sie so töten.
- Ohrwürmer: Fressen nachts Blattläuse, Spinnmilben und Insekteneier.
- Blumenwanzen: Kleine Raubwanzen, die Thripse, Spinnmilben und Blattläuse aussaugen.
Diese Pflanzen befällt er besonders
Sitzen meist an den Triebspitzen und an jungen Blütenständen. An kräftigen Pflanzen bleibt der Schaden meist klein, wenn die Kolonien früh entfernt werden.
Sitzen an Triebspitzen und Blattunterseiten, meist nur bei geschwächten Pflanzen in größerer Zahl.
Sitzen gern an den Triebspitzen und in den Blütenknospen, besonders bei jungen Pflanzen auf der Fensterbank und kurz nach dem Auspflanzen. Pflanzen vor dem Auspflanzen gründlich ansehen.
Blattläuse sitzen an Triebspitzen und Blütenknospen. Früh abstreifen.
An Bohnen ist es meist die Schwarze Bohnenlaus, die dichte Kolonien an Triebspitzen und jungen Hülsen bildet. Ab Juni regelmäßig die Spitzen ansehen und befallene Triebe früh abknipsen.
Die Schwarze Bohnenlaus sitzt ab Mai in dichten Kolonien an den Triebspitzen. Spitzen abknipsen, sobald die ersten Läuse auftauchen.
An Erbsen sitzt oft die große, grüne Erbsenblattlaus an Triebspitzen und Blüten. Bei starkem Befall bleiben die Hülsen klein, früh abspritzen hilft.
Blattläuse sitzen bei Fenchel zwischen den feinen Blättern und an den Blattscheiden über der Knolle. Den Befall früh abspülen, bevor sie zwischen die Knollenschalen kriechen.
An Kohl lebt vor allem die Mehlige Kohlblattlaus, die grau bepudert in dichten Kolonien in den Herzblättern und an Rosenkohlröschen sitzt. Im Spätsommer die Herzen gezielt kontrollieren, dort kommt der Wasserstrahl schlecht hin.
Die mehlige Kohlblattlaus nistet sich zwischen den Röschen ein. Früh abspritzen.
Die mehlige Kohlblattlaus sitzt in dichten Kolonien an Blattunterseiten und Herzblättern. Früh abspritzen.
Die Läuse sitzen gern versteckt in den Herzblättern und an der Unterseite, im Kopf sind sie kaum abzuspülen. Sorten mit Resistenz gegen die Salatblattlaus helfen.
Blattläuse sitzen gelegentlich im Herz. Befallene Blätter entfernen.
Die Läuse sitzen an den Blattunterseiten und im Herz, bei Spinat für den Sommer mehr als bei der Herbstsaat. Blätter vor dem Essen gründlich waschen.
Blattläuse sitzen bei Basilikum an den weichen Triebspitzen und Blattunterseiten, häufig bei Pflanzen auf der Fensterbank. Befallene Spitzen einfach ernten und wegwerfen, danach treibt die Pflanze neu aus.
Blattläuse sitzen bei Petersilie an den jungen Stielen im Herz und an den Blattunterseiten, vor allem bei Trockenheit. Stark befallene Stiele abschneiden, das Herz treibt wieder aus.
Blattläuse sitzen gelegentlich an den Blütenstielen. Meist genügt es, diese abzuschneiden.
Blattläuse sitzen gern an den Stängeln und Dolden, oft kurz vor der Blüte. Bei Dill regeln das meist die Nützlinge, die seine Blüten anlocken. Nur stark befallene Triebe abschneiden.
Blattläuse sitzen gern an den Blütenständen. Die Nützlinge, die die Dolden anlocken, regeln das meist von selbst.
Blattläuse sitzen gern an den jungen Trieben. Befallene Pflanzen ernten, bevor es viele werden.
Blattläuse sitzen an den jungen Triebspitzen im Frühjahr, oft nach zu viel Dünger. Meist reicht es, befallene Spitzen abzuschneiden.
Gelegentlich an jungen Trieben. Meist regeln das die Nützlinge.
Blattläuse sitzen an den Triebspitzen, vor allem im Frühsommer. Befallene Spitzen abschneiden.
Schwarze Blattläuse sitzen oft dicht an den Stängeln und Blütenständen. Borretsch lockt aber auch viele Nützlinge an, die den Befall meist in Grenzen halten. Stark befallene Triebe abschneiden.
An Roten Johannisbeeren wölbt die Johannisbeerblasenlaus die Blätter nach oben und färbt sie rot. Das sieht schlimm aus, schadet dem Strauch aber meist wenig. Befallene Triebspitzen im Frühsommer abschneiden.
Sitzen an den jungen Triebspitzen im Frühjahr und kräuseln die Blätter. Meist reicht es, befallene Spitzen abzuschneiden.
Die Große Himbeerblattlaus überträgt Viren, die Blätter mosaikartig verfärben. Befall an Triebspitzen früh entfernen und nur gesunde Pflanzen setzen.
Kapuzinerkresse zieht vor allem schwarze Blattläuse stark an und dient so als Fangpflanze, die Läuse von Bohnen und anderem Gemüse fernhalten kann. Stark befallene Triebe rechtzeitig abschneiden und entsorgen, damit die Läuse nicht auf Nachbarpflanzen überwandern.
Schwarze Blattläuse sitzen oft dicht unter den Blütenknospen. Ringelblumen ziehen zugleich Schwebfliegen und Marienkäfer an, die den Befall meist bald abbauen. Stark befallene Triebe abschneiden.
Blattläuse sitzen gern unter den Blütenköpfen. Meist regeln das die Nützlinge.
Blattläuse sitzen gern an den Knospen. Die angelockten Nützlinge räumen meist schnell auf.
Sitzen manchmal an den Triebspitzen. Die Blüten locken aber Schwebfliegen an, deren Larven die Läuse fressen.
Die Lupinenblattlaus sitzt in dichten Kolonien an Triebspitzen und Blütenständen. Bei einer Gründüngung meist kein Grund zum Eingreifen, lieber früher abmähen.
Mehr über Blattläuse bei Wikipedia
Weitere Schädlinge und Krankheiten
- Nacktschnecken
- Kohlweißling
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- Lauchminierfliege
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