Kohlweißling
Die Raupen des weißen Schmetterlings fressen Kohlblätter bis auf die Rippen ab. Befällt Kohl, Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl und Kapuzinerkresse.
Erkennen
Weiße Schmetterlinge über dem Beet, gelbe Eier in Gruppen unter den Blättern, grün-gelb-schwarz gefleckte Raupen (Großer Kohlweißling) oder samtig grüne Raupen (Kleiner Kohlweißling). Große Löcher und Fraß bis auf die Blattrippen, grüner Kot zwischen den Blättern.
Wann: Mai bis September, zwei bis drei Generationen im Jahr
Vorbeugen
- Kohl gleich nach dem Pflanzen mit einem Kulturschutznetz (Maschenweite höchstens 1,4 mm) abdecken und die Ränder mit Erde beschweren.
- Ab Juni die Blattunterseiten jede Woche nach Eiern absuchen und sie abwischen.
- Tomaten, Sellerie oder Salbei als Nachbarn sollen die Falter mit ihrem Duft verwirren, ein Netz ersetzen sie aber nicht.
Schützende Nachbarn
Wenn der Befall schon da ist
- Raupen absammeln, bei kleinen Beeten reicht das meist.
- Mittel mit Bacillus thuringiensis wirken nur auf Raupen, schonen Bienen und Nützlinge und sind im Bio-Anbau erlaubt. Spritzen, solange die Raupen klein sind.
- Gelbe Kokons neben toten Raupen hängen lassen: Darin wachsen Schlupfwespen, die die nächste Generation befallen.
Konventionell: Es gibt zugelassene Mittel gegen fressende Insekten mit synthetischen Wirkstoffen. Sie treffen auch Nützlinge und Bienen, und Bacillus thuringiensis wirkt gegen Raupen ebenso gut.
Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.
Natürliche Gegenspieler
- Schlupfwespen: Winzige Wespen, die ihre Eier in Blattläuse und Raupen legen und sie so töten.
- Laufkäfer: Jagen nachts am Boden Schneckeneier, junge Schnecken und Insektenlarven.
Diese Pflanzen befällt er besonders
Die Raupen sitzen oft tief zwischen den Blättern und fressen sich bis ins Herz, bei Wirsing und Rosenkohl bleibt das lange unbemerkt. Die gelben Eigelege auf den Blattunterseiten ab Mai regelmäßig suchen und zerdrücken.
Schaden richten vor allem die Sätze im Sommer und Herbst an, die Raupen fressen die Blätter und schwächen die Knollenbildung. Unter dem Netz gegen Kohlfliege ist Kohlrabi auch davor sicher.
Die Raupen verstecken sich gern im Kopf. Netz auflegen und die Blattunterseiten auf Eier absuchen.
Die Raupen fressen die Blätter und verschmutzen den Kopf. Netz auflegen.
Die Raupen fressen im Sommer an den Blättern. Netz auflegen.
Die Raupen fressen im Spätsommer an den Blättern. Netz auflegen.
Die Raupen fressen auch an Kapuzinerkresse, manchmal bis auf die Stiele. Neben Kohl lenkt sie Blattläuse ab, kann aber zugleich Kohlweißlinge anlocken: Die Blattunterseiten von Kresse und Kohl deshalb auf Eier prüfen und Raupen absammeln, ein Netz über dem Kohl ersetzt sie nicht.
Mehr über Kohlweißling bei Wikipedia
Weitere Schädlinge und Krankheiten
- Blattläuse
- Nacktschnecken
- Kohlfliege
- Erdflöhe
- Möhrenfliege
- Zwiebelfliege
- Lauchmotte
- Lauchminierfliege
- Rübenfliege
- Selleriefliege
- Kartoffelkäfer
- Spinnmilben
- Weiße Fliege
- Drahtwürmer
- Wühlmäuse
- Bohnenfliege
- Erbsenwickler
- Maiszünsler
- Zikaden
- Blattrandkäfer
- Nematoden
- Kraut- und Braunfäule
- Echter Mehltau
- Falscher Mehltau
- Grauschimmel
- Kohlhernie
- Blattfleckenkrankheit
- Lauchrost
- Maisbeulenbrand
- Minzrost
- Schokoladenfleckenkrankheit
- Tulpenfeuer
- Narzissenfliege
- Kirschessigfliege
- Stachelbeerblattwespe
- Anthraknose der Lupine