Nützlinge im Gemüsegarten
Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen fressen Blattläuse, Laufkäfer jagen Schnecken, Hummeln und Wildbienen bestäuben Zucchini, Kürbis und Erdbeeren. Sie kommen von selbst, wenn sie Blüten, Verstecke und ein Winterquartier finden und nicht gespritzt wird.
Marienkäfer
Coccinellidae
Marienkäfer und vor allem ihre Larven fressen Blattläuse, manche Arten auch Spinnmilben und Schildläuse. Eine Larve frisst in den drei bis vier Wochen bis zur Verpuppung mehrere hundert Blattläuse. Die Käfer legen ihre Eier gezielt in die Nähe von Blattlauskolonien.
Erkennen: Die Käfer kennt jeder. Die Larven sehen ganz anders aus: länglich, grau bis schwarz mit gelben oder orangen Flecken, etwa 1 cm lang. Viele halten sie für Schädlinge, sie sind aber die fleißigsten Blattlausfresser.
So holst du sie in den Garten
- Nicht gleich gegen die ersten Blattläuse spritzen: Die Marienkäfer brauchen sie als Futter, sonst legen sie keine Eier.
- Laub, Reisighaufen und hohle Stängel über den Winter stehen lassen, dort überwintern die Käfer.
- Frühblühende Pflanzen wie Ringelblume und Kräuter liefern den Käfern Pollen, bevor die ersten Blattläuse da sind.
Hilft gegen
Pflanzen, die sie anlocken
- Dill: Marienkäfer finden am Dill Pollen und oft auch Blattläuse als Futter. Sie bleiben dann im Beet und legen dort ihre Eier ab.
- Kapuzinerkresse: Die Blattläuse an der Kapuzinerkresse sind Futter für Marienkäfer und ihre Larven. So baut sich im Beet ein Bestand an Blattlausjägern auf.
- Ringelblume: Marienkäfer finden an Ringelblumen Pollen und die Blattläuse unter den Knospen. Sie legen dort ihre Eier ab und ihre Larven jagen im ganzen Beet.
- Kornblumen: Auch Marienkäfer naschen an den Nektardrüsen der Knospen und bleiben dann im Beet.
Schwebfliegen
Syrphidae
Die Larven vieler Schwebfliegen fressen Blattläuse, jede mehrere hundert. Die erwachsenen Fliegen ernähren sich von Pollen und Nektar und bestäuben dabei Obst, Gemüse und Kräuter. Sie brauchen offene, flache Blüten, weil ihr Rüssel kurz ist.
Erkennen: Wespenähnlich gelb-schwarz gestreift, aber ohne Wespentaille, mit großen Augen. Sie stehen im Flug scheinbar still in der Luft. Die Larven sind grünliche oder bräunliche Maden ohne Beine, die in Blattlauskolonien sitzen.
So holst du sie in den Garten
- Flache, offene Blüten wie Dill, Ringelblume, Fenchel und Kapuzinerkresse zwischen das Gemüse setzen.
- Von Frühjahr bis Herbst sollte immer etwas blühen, damit die Fliegen bleiben und Eier ablegen.
- Auf Mittel gegen Blattläuse möglichst verzichten, sie töten auch die Larven.
Hilft gegen
Pflanzen, die sie anlocken
- Topinambur: Auch Schwebfliegen besuchen die späten Blüten.
- Dill: Die offenen gelben Dolden bieten leicht erreichbaren Nektar und Pollen. Die Larven der Schwebfliegen fressen Blattläuse im ganzen Beet.
- Koriander: Die flachen weißen Dolden bieten leicht erreichbaren Nektar. Die Larven der Schwebfliegen fressen Blattläuse.
- Thymian: Die offenen Blüten bieten auch Schwebfliegen Nektar.
- Oregano: Schwebfliegen finden an den offenen Blüten Nektar. Ihre Larven fressen Blattläuse.
- Lavendel: Auch Schwebfliegen besuchen die Blüten.
- Minze: Die kleinen Blüten liefern Nektar für Schwebfliegen, deren Larven Blattläuse fressen.
- Kapuzinerkresse: Schwebfliegen legen ihre Eier gern an Blattlauskolonien, wie sie an Kapuzinerkresse häufig sind. Ihre Larven fressen die Läuse ab.
- Ringelblume: Die offenen Korbblüten bieten leicht erreichbaren Pollen und Nektar. Die Larven der Schwebfliegen fressen dann Blattläuse an Ringelblumen und am Gemüse daneben.
- Studentenblumen (Tagetes): Die offenen, ungefüllten Blüten bieten leicht erreichbaren Nektar.
- Sonnenblumen: Schwebfliegen finden an den vielen Einzelblüten Nektar.
- Kornblumen: Schwebfliegen finden an den offenen Blüten Nektar.
- Zierlauch: Die flachen Einzelblüten sind für Schwebfliegen leicht erreichbar.
- Phacelia (Bienenfreund): Schwebfliegen finden hier Nektar, ihre Larven fressen Blattläuse im Gemüse.
- Buchweizen: Schwebfliegen finden an den flachen Blüten Nektar, ihre Larven fressen Blattläuse.
Florfliegen
Chrysopidae
Florfliegenlarven fressen Blattläuse, Spinnmilben, Thripse, Weiße Fliegen und Eier anderer Insekten, eine Larve mehrere hundert Blattläuse. Die zarten grünen Florfliegen selbst leben vor allem von Pollen, Nektar und Honigtau.
Erkennen: Zarte, hellgrüne Insekten mit großen, durchsichtigen Flügeln und goldglänzenden Augen. Die Larven sind länglich, graubraun, mit kräftigen Zangen am Kopf. Die Eier sitzen einzeln auf dünnen Stielen an Blättern.
So holst du sie in den Garten
- Blühende Pflanzen wie Dill, Fenchel, Ringelblume und Borretsch liefern Pollen und Nektar.
- Die Florfliegen überwintern gern in Schuppen, Garagen und auf Dachböden: dort im Winter nicht wegkehren.
- Ein Florfliegenkasten mit Stroh und roter Front bietet ein Winterquartier.
Hilft gegen
Pflanzen, die sie anlocken
- Dill: Erwachsene Florfliegen ernähren sich von Nektar und Pollen der Dolden. Ihre Larven fressen große Mengen Blattläuse.
Schlupfwespen
Ichneumonoidea
Schlupfwespen legen ihre Eier in oder an andere Insekten, die Larven fressen den Wirt von innen auf. Es gibt Arten für Blattläuse, für Raupen des Kohlweißlings, für Weiße Fliegen und viele weitere Schädlinge. Sie stechen keine Menschen.
Erkennen: Meist nur wenige Millimeter groß, schlank, mit langen Fühlern. Man sieht eher ihre Spuren: aufgeblähte, braune oder silbrige Blattläuse (Blattlausmumien) mit einem kleinen runden Loch, oder gelbe Kokons neben toten Kohlweißlingsraupen.
So holst du sie in den Garten
- Doldenblütler wie Dill, Fenchel und Petersilie blühen lassen: Die kleinen Wespen brauchen Nektar aus flachen, winzigen Blüten.
- Blattlausmumien und gelbe Kokons an den Pflanzen lassen, aus ihnen schlüpfen neue Schlupfwespen.
- Im Gewächshaus kann man Schlupfwespen gegen Weiße Fliegen und Blattläuse kaufen und aussetzen.
Hilft gegen
- Blattläuse
- Kohlweißling
- Lauchmotte
- Lauchminierfliege
- Rübenfliege
- Selleriefliege
- Weiße Fliege
- Erbsenwickler
- Maiszünsler
- Zikaden
- Kirschessigfliege
- Stachelbeerblattwespe
Pflanzen, die sie anlocken
- Dill: Die winzigen Schlupfwespen brauchen offene, flache Blüten wie die Dolden des Dills. Sie legen ihre Eier in Blattläuse und Raupen.
- Koriander: Die kleinen Einzelblüten passen zu den kurzen Mundwerkzeugen der Schlupfwespen.
- Minze: Die kurzen Blüten passen zu den Mundwerkzeugen der Schlupfwespen.
- Studentenblumen (Tagetes): Schlupfwespen finden an den kleinen Blüten der Gewürz-Tagetes Nahrung.
- Kornblumen: Nektardrüsen an den Knospen versorgen Schlupfwespen schon vor der Blüte.
Ohrwürmer
Forficula auricularia
Ohrwürmer jagen nachts Blattläuse, Spinnmilben und Eier anderer Insekten. In einer Nacht schafft einer viele Dutzend Blattläuse. An reifen Früchten wie Erdbeeren oder in Blüten naschen sie manchmal auch, der Nutzen überwiegt aber.
Erkennen: Braun, etwa 1,5 cm lang, mit einer Zange am Hinterleib. Tagsüber verstecken sie sich in engen, dunklen Spalten.
So holst du sie in den Garten
- Einen Tontopf mit Holzwolle oder Stroh füllen und umgedreht an einen Stab zwischen die Pflanzen hängen, der Topf muss den Stängel berühren.
- Den Topf im Winter an einen geschützten Ort bringen und im Frühjahr wieder aufhängen.
Hilft gegen
Blumenwanzen
Anthocoridae
Blumenwanzen stechen Thripse, Spinnmilben, junge Blattläuse und Insekteneier an und saugen sie aus. Sie sitzen gern in Blüten, wo sie auch Pollen fressen, und sind deshalb schon da, bevor der Befall groß wird.
Erkennen: Nur 2 bis 4 mm groß, flach, schwarzbraun mit hellen Flügeldecken. Mit bloßem Auge kaum von anderen kleinen Wanzen zu unterscheiden.
So holst du sie in den Garten
- Pflanzen mit vielen offenen Blüten wie Ringelblume und Borretsch bieten Pollen, wenn es wenig Beute gibt.
- Stauden und hohle Stängel im Winter stehen lassen, dort überwintern die Wanzen.
Hilft gegen
Pflanzen, die sie anlocken
- Borretsch: Blumenwanzen finden an Borretsch Pollen und die Blattläuse, die sich an den Stängeln sammeln. Von dort aus jagen sie auch an benachbarten Pflanzen.
- Ringelblume: Blumenwanzen halten sich gern in den Blüten auf und leben von Pollen und kleinen Insekten. Sie fressen Blattläuse, Thripse und Spinnmilben.
Laufkäfer
Carabidae
Laufkäfer und ihre Larven jagen am Boden Schneckeneier, junge Nacktschnecken, Drahtwürmer, Fliegenmaden und Raupen. Sie sind vor allem nachts unterwegs, wenn auch die Schnecken fressen.
Erkennen: Flinke, meist schwarze, bronze- oder grünglänzende Käfer mit langen Beinen, 1 bis 3 cm groß. Tagsüber sitzen sie unter Steinen, Brettern und Laub.
So holst du sie in den Garten
- Steine, Totholz oder eine Laubecke am Beetrand bieten tagsüber Verstecke.
- Den Boden mulchen statt offen hacken, darunter jagen die Käfer.
- Kein Schneckenkorn großflächig streuen, das trifft auch die Käfer, die die Schnecken fressen.
Hilft gegen
Raubmilben
Phytoseiidae
Raubmilben sind keine Insekten, sondern Spinnentiere wie ihre Beute. Sie fressen Spinnmilben samt Eiern und junge Thripse. Im Freien gibt es viele heimische Arten, für Gewächshaus und Balkon kann man sie kaufen.
Erkennen: Kaum 0,5 mm groß, birnenförmig, hell bis rötlich und deutlich flinker als Spinnmilben. Nur mit Lupe zu sehen.
So holst du sie in den Garten
- Keine breit wirkenden Insekten- oder Milbenmittel spritzen, die töten die Raubmilben zuerst.
- Bei Spinnmilben im Gewächshaus früh gekaufte Raubmilben ausbringen, solange der Befall noch klein ist.
Hilft gegen
Wildbienen
Apoidea
In Deutschland leben über 500 Wildbienenarten. Sie bestäuben Erdbeeren, Kürbis, Zucchini, Bohnen und Obstbäume, oft auch bei kühlerem Wetter als Honigbienen. Gut bestäubte Blüten geben mehr und besser geformte Früchte.
Erkennen: Sehr unterschiedlich: von wenigen Millimetern bis hummelgroß, oft einzeln unterwegs. Viele nisten im Boden, andere in hohlen Stängeln oder Löchern im Holz.
So holst du sie in den Garten
- Vom Frühjahr bis in den Herbst Blüten anbieten, auch Kräuter wie Salbei und Borretsch blühen lassen.
- Offene, sonnige Bodenstellen und hohle Stängel über den Winter stehen lassen, dort nisten viele Arten.
- Keine Mittel in offene Blüten spritzen.
Pflanzen, die sie anlocken
- Zucchini: Zucchiniblüten sind für viele Wildbienen eine ergiebige Nahrungsquelle im Sommer. Je mehr Bestäuber kommen, desto seltener faulen die jungen Früchte.
- Kürbis: Viele Wildbienen nutzen die großen, offenen Blüten als Nahrungsquelle. Gut bestäubte Blüten ergeben gleichmäßig geformte Früchte.
- Topinambur: Spät fliegende Wildbienen sammeln an den Blüten Pollen.
- Schnittlauch: Die violetten Kugelblüten sind eine wichtige Futterquelle für viele Wildbienen, vor allem im Frühsommer.
- Koriander: Kleine Wildbienen sammeln an den Dolden Nektar und Pollen.
- Salbei: Viele Wildbienen, darunter Wollbienen, sammeln an Salbei Nektar und Pollen. Blühender Salbei im Frühsommer ist für sie eine wichtige Futterquelle.
- Thymian: Viele kleine Wildbienen fliegen auf die niedrigen Blüten.
- Oregano: Viele Wildbienen sammeln an Oregano Nektar und Pollen.
- Rosmarin: Früh fliegende Wildbienen finden an den blauen Blüten Nektar.
- Lavendel: Viele Wildbienen, darunter die Wollbiene, fliegen gezielt Lavendel an.
- Zitronenmelisse: Viele Wildbienen besuchen die Blüten im Hochsommer.
- Borretsch: Viele Wildbienen sammeln an Borretsch Nektar und Pollen. Die lange Blütezeit bis in den Herbst bietet ihnen durchgehend Futter.
- Erdbeeren: Die offenen Blüten bieten Pollen und Nektar im Frühjahr, wenn noch wenig anderes blüht. Werden alle Samenanlagen einer Blüte bestäubt, entstehen große, gleichmäßig geformte Früchte.
- Johannisbeeren: Die Blüten öffnen sich im April und bieten früh im Jahr Nektar und Pollen. Gut bestäubte Trauben tragen mehr Beeren.
- Stachelbeeren: Die kleinen Blüten öffnen sich schon im April und liefern frühen Nektar. Wildbienen sorgen für einen guten Beerenansatz.
- Himbeeren: Viele Wildbienenarten sammeln an Himbeerblüten Nektar und Pollen.
- Brombeeren: Viele Wildbienen und Schwebfliegen besuchen die offenen, flachen Blüten.
- Heidelbeeren: Die Blüten öffnen sich im Frühling und liefern Wildbienen Nektar und Pollen.
- Ringelblume: Wildbienen sammeln an den ungefüllten Blüten Pollen und Nektar. Gefüllte Sorten bieten ihnen dagegen wenig.
- Studentenblumen (Tagetes): Ungefüllte Sorten werden von Wildbienen besucht.
- Sonnenblumen: Viele Wildbienen, auch spezialisierte Arten, sammeln an Sonnenblumen.
- Kornblumen: Die blauen Blüten sind eine wichtige Pollen- und Nektarquelle für viele Wildbienen.
- Krokusse: Früh fliegende Wildbienen wie Sandbienen sammeln an den offenen Blüten Pollen, Wildkrokusse haben besonders viel davon.
- Traubenhyazinthen: Die Blüten liefern im April Pollen und Nektar für Wildbienen, darunter frühe Mauerbienen und Sandbienen.
- Zierlauch: Wildbienen sammeln an den offenen Einzelblüten Pollen und Nektar.
- Phacelia (Bienenfreund): Viele Wildbienen sammeln an Phacelia Pollen und Nektar.
- Buchweizen: Die kleinen, offenen Blüten sind auch für kurzrüsselige Wildbienen erreichbar.
- Inkarnatklee: Viele Wildbienen sammeln an Kleeblüten Pollen.
Hummeln
Bombus
Hummeln fliegen schon ab etwa 5 °C und bei Nieselregen, wenn andere Bienen noch zu Hause bleiben. Sie bestäuben Tomaten, Paprika, Erdbeeren, Bohnen und Kürbis. Bei Tomaten und Paprika vibrieren sie an der Blüte und schütteln so den Pollen heraus.
Erkennen: Groß, rundlich und pelzig, meist schwarz mit gelben, weißen oder roten Binden.
So holst du sie in den Garten
- Früh blühende Pflanzen und Blüten mit tiefem Kelch wie Borretsch, Salbei und Kapuzinerkresse anbieten.
- Eine ungestörte Ecke mit Laub und Moos lassen: Hummelköniginnen gründen ihr Nest im Frühjahr gern in alten Mäusenestern.
Pflanzen, die sie anlocken
- Tomaten: Tomatenblüten geben ihren Pollen erst frei, wenn sie geschüttelt werden. Hummeln vibrieren an der Blüte, dadurch setzen mehr Früchte an, vor allem im Gewächshaus.
- Gurken: Hummeln besuchen die gelben Gurkenblüten auch an kühlen Tagen und sorgen so bei Freilandgurken für einen sicheren Fruchtansatz.
- Zucchini: Die großen gelben Blüten bieten viel Pollen und Nektar. Hummeln fliegen schon früh am Morgen und bei kühlem Wetter und bestäuben die weiblichen Blüten zuverlässig.
- Kürbis: Die großen Blüten öffnen sich früh am Morgen und schließen sich oft schon mittags. Hummeln sind dann schon unterwegs und bestäuben sie auch bei kühlem Wetter.
- Paprika: Paprika bestäubt sich zwar selbst, doch Hummeln schütteln den Pollen durch Vibrieren aus den Blüten. Dadurch setzen mehr und gleichmäßiger geformte Früchte an.
- Topinambur: Die gelben Blüten öffnen sich im September und Oktober, wenn Hummeln kaum noch Futter finden.
- Schnittlauch: Hummeln besuchen die Blüten auch bei kühlem Wetter und bestäuben dabei benachbarte Erdbeeren und Gemüse.
- Salbei: Die Lippenblüten sind auf schwere Bestäuber wie Hummeln gebaut, die den Nektar tief in der Blüte erreichen. Hummeln bestäuben dabei auch Gemüse in der Nähe.
- Thymian: Hummeln besuchen die Blüten auch an kühlen Tagen.
- Oregano: Hummeln fliegen die dichten Blütenstände gern an.
- Rosmarin: Die Blüten öffnen sich schon im zeitigen Frühjahr, wenn Hummelköniginnen dringend Nahrung brauchen.
- Lavendel: Die blauen Blüten gehören zu den beliebtesten Pflanzen für Hummeln im Sommer.
- Minze: Hummeln fliegen die Blüten an warmen Tagen gern an.
- Zitronenmelisse: Auch Hummeln fliegen die Blüten gern an.
- Borretsch: Die hängenden Blüten geben ihren Pollen erst frei, wenn Hummeln sie durch Vibrieren schütteln. Hummeln fliegen auch bei kühlem Wetter und bestäuben dann die Nachbarpflanzen.
- Erdbeeren: Hummeln fliegen schon bei kühlem Frühlingswetter, wenn Erdbeeren blühen. Ihre gründliche Bestäubung verringert missgebildete Früchte.
- Johannisbeeren: Hummeln fliegen auch bei kühlem Aprilwetter und bestäuben die Blüten dann, wenn Bienen noch im Stock bleiben.
- Stachelbeeren: Hummeln fliegen auch bei kühlem Frühlingswetter und besuchen die hängenden Blüten gern.
- Himbeeren: Hummeln bestäuben die nach unten hängenden Blüten gründlich, dann werden die Früchte vollständig und fallen nicht krümelig auseinander.
- Brombeeren: Hummeln bestäuben die Blüten gründlich, dann bilden sich vollständige Früchte.
- Heidelbeeren: Die glockenförmigen Blüten geben ihren Pollen am besten frei, wenn Hummeln an ihnen vibrieren. Gut bestäubte Blüten bilden größere Beeren.
- Kapuzinerkresse: Die Blüten tragen den Nektar in einem langen Sporn, den Hummeln gut erreichen. Sie bestäuben dabei auch Zucchini, Kürbis und Tomaten in der Nähe.
- Sonnenblumen: Die großen Blütenkörbe liefern viel Pollen und Nektar.
- Kornblumen: Hummeln besuchen die Blüten den ganzen Sommer.
- Krokusse: Hummelköniginnen finden an Krokussen im Februar und März Pollen und Nektar, wenn sonst kaum etwas blüht.
- Traubenhyazinthen: Hummeln besuchen die dichten Blütentrauben im Frühjahr gern.
- Zierlauch: Die vielen kleinen Sternblüten der Kugeln bieten Hummeln im Mai und Juni reichlich Nektar.
- Phacelia (Bienenfreund): Die blauen Blütenwickel werden von Hummeln den ganzen Tag besucht.
- Inkarnatklee: Die roten Blütenähren sind im Mai eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln.
- Blaue Süßlupine: Hummeln öffnen die Schmetterlingsblüten und sammeln dort Pollen.
Honigbienen
Apis mellifera
Honigbienen besuchen Blüten, die viel Nektar und Pollen bieten, und bestäuben dabei Zucchini, Kürbis, Gurken, Erdbeeren und Obstbäume. Ein Volk fliegt mehrere Kilometer weit, im Garten sind sie also oft auch ohne eigenen Bienenstock.
Erkennen: Etwa 1,2 cm lang, braun mit helleren Ringen am Hinterleib, schlanker als Hummeln.
So holst du sie in den Garten
- Nektarreiche Blüten wie Borretsch, Salbei und Ringelblume säen.
- Eine flache Wasserstelle mit Steinen zum Landen aufstellen, besonders im Hochsommer.
- Nur bienenungefährliche Mittel verwenden und nie in offene Blüten spritzen.
Pflanzen, die sie anlocken
- Gurken: Freilandgurken brauchen Insekten, die den Pollen von männlichen zu weiblichen Blüten tragen. Bei vielen Salat- und Schlangengurken entstehen die Früchte dagegen auch ohne Bestäubung.
- Zucchini: Honigbienen sammeln an den offenen Blüten reichlich Nektar und Pollen. Jede weibliche Blüte braucht Pollen von einer männlichen, sonst wächst keine Frucht.
- Kürbis: Kürbisblüten bieten reichlich Nektar und Pollen. Bienen tragen den Pollen von den männlichen zu den weiblichen Blüten, ohne das wachsen keine Früchte.
- Schnittlauch: Die Blüten liefern viel Nektar und Pollen.
- Salbei: Honigbienen fliegen die Salbeiblüten bei warmem Wetter gern an. Sie bestäuben auf dem Weg auch Obst und Gemüse im Garten.
- Thymian: Die vielen kleinen Blüten liefern reichlich Nektar, Thymianhonig ist eine eigene Sorte.
- Oregano: Die rosa Blüten liefern im Hochsommer viel Nektar, wenn anderswo wenig blüht.
- Rosmarin: Die Blüten liefern Nektar zu einer Zeit, in der noch wenig blüht.
- Lavendel: Lavendel liefert wochenlang Nektar.
- Minze: Blühende Minze wird im Hochsommer von Honigbienen stark besucht.
- Zitronenmelisse: Die kleinen weißen Blüten sind voller Nektar. Imker rieben früher ihre Bienenstöcke mit Melisse ein.
- Borretsch: Die blauen Sternblüten bilden laufend viel Nektar nach und werden von Honigbienen den ganzen Tag besucht. Sie bestäuben dabei auch Gurken, Zucchini und Erdbeeren in der Nähe.
- Himbeeren: Himbeeren sind eine gute Bienenweide mit viel Nektar. Honigbienen fliegen die Blüten wochenlang an.
- Brombeeren: Brombeeren blühen lange von Juni bis in den August und liefern viel Nektar in einer Zeit, in der im Garten oft wenig blüht.
- Sonnenblumen: Honigbienen besuchen die Blüten den ganzen Tag.
- Krokusse: An sonnigen Tagen holen Honigbienen an Krokussen ihren ersten frischen Pollen im Jahr.
- Traubenhyazinthen: Honigbienen holen an den Blüten Nektar und Pollen, wenn noch wenig anderes blüht.
- Zierlauch: Zierlauch hat gute Pollen- und Nektarwerte und wird von Honigbienen stark beflogen.
- Phacelia (Bienenfreund): Phacelia liefert sehr viel Nektar, Imker säen sie gezielt als Bienenweide.
- Buchweizen: Buchweizen liefert viel Nektar, Imker schätzen ihn als späte Tracht.
- Inkarnatklee: Inkarnatklee liefert Nektar und Pollen in einer Zeit, in der im Gemüsegarten noch wenig blüht.