Kraut- und Braunfäule

Krankheit · Phytophthora infestans

Pilzähnlicher Erreger, der bei nassem Wetter Tomaten und Kartoffeln in wenigen Tagen zerstört. Befällt Tomaten und Kartoffeln.

Erkennen

Graugrüne, später braune Flecken auf den Blättern, bei feuchtem Wetter mit weißem Belag auf der Unterseite. Die Stängel werden braun, die Pflanze stirbt von unten ab. Tomaten bekommen harte, braune, eingesunkene Stellen, Kartoffelknollen braune Faulstellen.

Wann: Ab Juni, vor allem nach mehreren nassen Tagen über 15 °C

Vorbeugen

  • Blätter trocken halten: Tomaten unter ein Dach oder in ein Gewächshaus stellen, nur an den Fuß gießen.
  • Weit genug pflanzen und die unteren Blätter entfernen, damit die Pflanzen schnell abtrocknen.
  • Tomaten und Kartoffeln nicht nebeneinander anbauen, der Erreger springt von einer auf die andere.
  • Robuste Sorten wählen, bei Tomaten gibt es inzwischen gut widerstandsfähige.

Wenn der Befall schon da ist

  • Befallene Blätter sofort abschneiden und in den Hausmüll geben, nicht auf den Kompost.
  • Bei Kartoffeln das befallene Kraut abschneiden und die Knollen noch zwei Wochen im Boden ausreifen lassen, dann ernten.
  • Mittel mit Kupfer sind auch im Bio-Anbau zugelassen, aber nur in begrenzter Menge, und wirken nur vorbeugend. Schachtelhalmbrühe stärkt die Blätter.

Konventionell: Zugelassene Fungizide für den Haus- und Kleingarten wirken nur, wenn sie vor oder ganz am Anfang des Befalls gespritzt werden. Ein Regendach bringt bei Tomaten mehr.

Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.

Diese Pflanzen befällt sie besonders

  • Tomaten

    Die größte Gefahr für Tomaten im Freiland, oft ab Juli nach ein paar nassen Tagen. Befallen werden zuerst die unteren Blätter, dann Stängel und grüne Früchte. Ein Regendach hilft hier mehr als jede andere Maßnahme.

  • Kartoffeln

    Bei Kartoffeln heißt sie auch Krautfäule und tritt in nassen Sommern oft ab Juni auf. Wird das Kraut früh zerstört, bleiben die Knollen klein. Frühe Sorten und vorgekeimte Knollen haben einen Vorsprung.

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