Spinnmilben

Schädling · Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe)

Winzige Milben saugen bei Hitze und Trockenheit an Gurken, Paprika und Bohnen. Befällt Gurken, Paprika, Auberginen, Salbei, Thymian, Oregano, Rosmarin, Brombeeren und Studentenblumen (Tagetes).

Erkennen

Feine, helle Sprenkel auf der Blattoberseite, später werden die Blätter gelb bis silbrig und fallen ab. Auf der Unterseite feine Gespinste und winzige, rötliche oder gelbliche Punkte, die sich bewegen.

Wann: Juni bis August, bei heißem, trockenem Wetter, im Gewächshaus und unter Dachvorsprüngen

Vorbeugen

  • Für feuchte Luft sorgen: Im Gewächshaus die Wege nass halten, bei Hitze die Blätter morgens überbrausen.
  • Pflanzen nicht an heiße, trockene Hauswände stellen, ohne sie regelmäßig zu übersprühen.
  • Im Gewächshaus früh Raubmilben ausbringen, wenn es jedes Jahr Befall gab.

Wenn der Befall schon da ist

  • Befallene Blätter entfernen und die Blattunterseiten mehrmals kräftig mit Wasser abbrausen.
  • Raubmilben oder Florfliegenlarven kaufen und aussetzen, besonders im Gewächshaus.
  • Zugelassene Mittel auf Basis von Rapsöl oder Kaliseife auf die Blattunterseiten spritzen, mehrmals im Abstand von einer Woche.

Konventionell: Es gibt zugelassene Mittel gegen Spinnmilben. Sie töten auch Raubmilben, danach kommen die Spinnmilben oft stärker zurück.

Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.

Natürliche Gegenspieler

  • Raubmilben: Winzige Milben, die Spinnmilben und Thripse fressen.
  • Florfliegen: Die Larven, auch Blattlauslöwen genannt, fressen Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und Weiße Fliegen.
  • Marienkäfer: Käfer und Larven fressen Blattläuse, eine Larve schafft bis zu 600 in ihrer Entwicklung.
  • Blumenwanzen: Kleine Raubwanzen, die Thripse, Spinnmilben und Blattläuse aussaugen.
  • Ohrwürmer: Fressen nachts Blattläuse, Spinnmilben und Insekteneier.

Diese Pflanzen befällt er besonders

  • Gurken

    Besonders häufig an Gurken im Gewächshaus und an warmen, windstillen Plätzen. Gelblich gesprenkelte Blätter sind das erste Zeichen, dann die Unterseiten prüfen.

  • Paprika

    Treten vor allem an heißen, trockenen Standorten auf, also genau dort, wo Paprika gern steht: vor Südwänden, unter Dachvorsprüngen und im Gewächshaus. Dort regelmäßig die Blattunterseiten prüfen.

  • Auberginen

    Bei Hitze, im Gewächshaus und an der Hauswand besonders häufig. Luftfeuchtigkeit hoch halten.

  • Salbei

    Spinnmilben treten vor allem bei Salbei im Topf an heißen, trockenen Standorten auf, etwa an einer Hauswand. Die Blätter werden fein hell gesprenkelt. Pflanzen luftig stellen und bei Hitze die Blätter morgens abbrausen.

  • Thymian

    Vor allem im Topf und bei Hitze. Die Blätter werden fahl und fein gesprenkelt. Pflanzen abbrausen und luftiger stellen.

  • Oregano

    Vor allem im Topf in heißen Sommern. Die Blätter werden fahl gesprenkelt.

  • Rosmarin

    Vor allem beim Überwintern in warmen Räumen. Kühl und hell überwintern und die Pflanze ab und zu abbrausen.

  • Brombeeren

    An heißen, trockenen Wänden saugen Spinnmilben an den Blättern, die dann fein gesprenkelt und später bronzefarben aussehen. Bei Hitze die Pflanzen gut wässern.

  • Studentenblumen (Tagetes)

    Bei Hitze und im Topf häufig. Blätter werden fahl und fein gesprenkelt.

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