Nacktschnecken
Fressen nachts junge Pflanzen oft bis auf den Stängel ab. Befällt Gurken, Zucchini, Kürbis, Paprika, Bohnen, Topinambur, Fenchel, Sellerie, Salat, Feldsalat, Winterportulak, Endivien, Mangold, Rhabarber, Basilikum, Dill, Koriander, Kerbel, Bärlauch, Borretsch, Erdbeeren, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Studentenblumen (Tagetes), Sonnenblumen, Tulpen, Traubenhyazinthen, Zierlauch, Phacelia (Bienenfreund), Buchweizen, Inkarnatklee und Blaue Süßlupine.
Erkennen
Große Löcher in den Blättern, abgefressene Keimlinge und Jungpflanzen, silbrig glänzende Schleimspuren am Morgen. Die Schnecken selbst sieht man meist nur nachts oder nach Regen.
Wann: Frühjahr bis Herbst, vor allem in feuchten Jahren und nach Regen
Vorbeugen
- Morgens gießen statt abends, damit Boden und Pflanzen nachts trocken sind.
- Jungpflanzen erst kräftig vorziehen und nicht zu klein auspflanzen: Große Pflanzen überstehen etwas Fraß.
- Schneckenzäune oder Hochbeete mit Schneckenkante halten sie fern. Nicht mulchen, solange die Pflanzen klein sind.
- Igel, Kröten, Blindschleichen und Laufkäfer fressen Schnecken und ihre Eier: Laubhaufen und Steine am Rand lassen.
Wenn der Befall schon da ist
- Abends oder früh morgens mit der Taschenlampe absammeln, das ist am wirksamsten.
- Bretter oder feuchte Säcke zwischen die Reihen legen, tagsüber verkriechen sich die Schnecken darunter und lassen sich einsammeln.
- Schneckenkorn mit Eisen-III-phosphat ist auch im Bio-Anbau erlaubt. Sparsam einzelne Körner um gefährdete Pflanzen streuen, nicht flächig.
- Nematoden gegen Nacktschnecken (Phasmarhabditis) im Frühjahr auf den feuchten Boden gießen, sie befallen junge Schnecken im Boden.
Konventionell: Schneckenkorn mit anderen Wirkstoffen bringt gegenüber Eisen-III-phosphat keinen Vorteil und ist für Igel, Hunde und Katzen gefährlicher. Wenn überhaupt, nur zugelassene Mittel und sparsam in Streifen, nie als Haufen.
Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.
Natürliche Gegenspieler
- Laufkäfer: Jagen nachts am Boden Schneckeneier, junge Schnecken und Insektenlarven.
Diese Pflanzen befällt er besonders
Jungpflanzen sind in den ersten Wochen nach dem Pflanzen sehr gefährdet und werden oft komplett abgefressen. Am Boden liegende Früchte werden ebenfalls angefressen.
Vor allem frisch gepflanzte Jungpflanzen und sehr junge Früchte sind gefährdet. Größere Pflanzen überstehen den Fraß meist gut.
Gefährdet sind vor allem die Jungpflanzen nach dem Auspflanzen. Später nagen Schnecken an Früchten, die direkt auf feuchter Erde liegen, ein Brett oder Stroh darunter hilft.
Gefährlich sind sie vor allem für frisch gepflanzte Jungpflanzen, die sie über Nacht abfressen können. Später fressen sie gelegentlich an reifenden Früchten, die tief hängen.
Fressen die austreibenden Keimlinge oft über Nacht ab, bevor die ersten Blätter richtig da sind. Nach der Aussaat abends kontrollieren und fehlende Pflanzen nachsäen.
Schnecken fressen am jungen Austrieb im Frühjahr. Später sind die Pflanzen robust.
Junge Pflanzen nach der Saat oder dem Auspflanzen sind stark gefährdet. Später fressen Schnecken auch an der Knolle, vor allem wenn sie angehäufelt oder gemulcht ist.
Frisch gesetzte Jungpflanzen sind in den ersten Wochen gefährdet. Abends kontrollieren, bis die Pflanzen kräftig angewachsen sind.
Frisch gepflanzter Salat ist oft schon nach einer Nacht abgefressen. Kräftige Jungpflanzen setzen und in den ersten zwei Wochen jeden Abend nachsehen.
Gefährdet sind vor allem die Keimlinge im Spätsommer. In feuchten Wochen die Reihen kontrollieren.
In feuchten, milden Herbstwochen werden vor allem junge Pflanzen gefressen. Die Reihen kontrollieren.
Schnecken verstecken sich gern zwischen den dichten Blättern. Regelmäßig nachsehen, vor allem im feuchten Herbst.
Die jungen Pflanzen und die zarten Herzblätter werden gern gefressen, auch später noch an feuchten Abenden. Beschädigte Blätter entfernen, damit keine Fäulnis entsteht.
Schnecken fressen an den austreibenden Stielen im Frühjahr. Im zeitigen Frühjahr regelmäßig nachsehen.
Frisch ausgepflanzter Basilikum gehört zu den Lieblingen der Schnecken und kann in einer Nacht kahl gefressen werden. Im Beet die ersten Wochen besonders schützen, im Topf auf Balkon oder Fensterbank ist er sicherer.
Gefährdet sind vor allem die feinen Keimlinge nach der Saat, die über Nacht ganz verschwinden können. In den ersten Wochen die Reihen schützen, ältere Pflanzen werden kaum noch angefressen.
Die Keimlinge sind bei Schnecken beliebt. In den ersten Wochen die Reihen schützen.
Die zarten Keimlinge sind bei Schnecken beliebt. In feuchten Frühjahren die Reihen schützen.
Fressen im Frühjahr an den jungen Blättern. Befressene Blätter abschneiden und den Bestand kontrollieren.
Die Keimlinge und jungen Pflanzen werden gern gefressen, solange die Blätter noch weich sind. Ältere Pflanzen mit borstigen Haaren meiden Schnecken eher.
Fressen vor allem an reifen, tief hängenden Früchten Löcher. Strohmulch unter den Früchten hält sie trocken, bietet Schnecken aber auch Verstecke, deshalb abends kontrollieren.
Die Keimlinge nach der Aussaat im Mai werden gern gefressen. Die großen Samen lieber in kleinen Gruppen legen, damit genug Pflanzen durchkommen.
Keimlinge und junge Pflanzen werden gern gefressen, im Beet manchmal bis auf den Stängel. Ältere Pflanzen werden eher in Ruhe gelassen.
Tagetes gehören zu den Lieblingspflanzen von Schnecken. Junge Pflanzen mit Schneckenkragen schützen.
Keimlinge und junge Pflanzen werden über Nacht abgefressen. Drinnen vorziehen oder mit Schneckenkragen schützen, bis sie kniehoch sind.
Schnecken fressen gern an den jungen Trieben und Knospen im Frühjahr. Beim Austrieb abends nachsehen.
Schnecken fressen manchmal an Blättern und Blüten, meist bleibt der Schaden klein. In feuchten Frühjahren abends nachsehen.
Schnecken fressen gern an den jungen Blättern beim Austrieb im Frühjahr. Dann abends nachsehen.
Nur die jungen Keimlinge sind gefährdet. Ältere Pflanzen sind durch ihre Borstenhaare geschützt.
Gefährdet sind vor allem die Keimlinge in feuchten Wochen. Ältere Pflanzen wachsen meist davon.
Die Keimlinge im Spätsommer werden gern gefressen. In feuchten Wochen die Saat kontrollieren.
Fressen die jungen Keimlinge. In feuchten Wochen kontrollieren.
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Weitere Schädlinge und Krankheiten
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