Echter Mehltau
Weißer, abwischbarer Belag auf den Blättern, vor allem bei trockenem, warmem Wetter. Befällt Gurken, Zucchini, Kürbis, Erbsen, Topinambur, Schwarzwurzeln, Koriander, Salbei, Rosmarin, Minze, Zitronenmelisse, Borretsch, Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Ringelblume, Kornblumen und Phacelia (Bienenfreund).
Erkennen
Mehlig weißer Belag auf der Blattoberseite, der sich abwischen lässt. Die Blätter werden später gelb, braun und trocken.
Wann: Juli bis September, bei warmen Tagen und kühlen, taureichen Nächten
Vorbeugen
- Gleichmäßig gießen und mulchen: Pflanzen, die unter Trockenheit leiden, werden eher befallen.
- Nicht zu dicht pflanzen, damit Luft durch die Blätter kommt.
- Nicht zu viel Stickstoff düngen.
- Widerstandsfähige Sorten wählen, bei Zucchini, Gurken und Erbsen gibt es viele.
Wenn der Befall schon da ist
- Befallene Blätter früh entfernen und in den Hausmüll geben.
- Milch mit Wasser (1 zu 9) oder Natron in Wasser (etwa 1 Teelöffel auf 1 Liter) alle paar Tage auf die Blätter sprühen, das bremst den Pilz.
- Zugelassene Mittel mit Netzschwefel oder Lecithin sind auch im Bio-Anbau erlaubt.
Konventionell: Es gibt zugelassene Fungizide gegen Echten Mehltau für den Haus- und Kleingarten. Sie helfen vor allem früh im Befall; bei Gemüse die Wartezeit bis zur Ernte beachten.
Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.
Diese Pflanzen befällt sie besonders
Kommt meist ab Hochsommer, wenn die Pflanzen schon länger tragen und Trockenheit dazukommt. Mehltautolerante Sorten sind bei Gurken gut verfügbar und lohnen sich.
Befällt Zucchini fast in jedem Jahr ab Hochsommer, zuerst die älteren Blätter. Leichter Befall schadet der Ernte wenig, stark befallene Blätter unten abschneiden.
Tritt meist ab August auf, wenn die Früchte schon angesetzt haben. Ein später Befall schadet der Ernte wenig, wichtig ist, dass die Blätter bis zur Reife der Früchte grün bleiben.
Kommt vor allem bei späten Sätzen im Hochsommer, dann ist die Haupternte oft schon vorbei. Für späte Aussaaten mehltautolerante Sorten wählen.
Im Spätsommer oft weißer Belag auf den unteren Blättern. Schadet den Knollen kaum.
Im Spätsommer oft weißer Belag auf den Blättern. Meist geht die Ernte trotzdem, bei starkem Befall bleiben die Wurzeln dünner.
Im Spätsommer oft ein weißer Belag auf den Blättern. Dann ist die Saison für diese Pflanzen ohnehin fast vorbei, nachsäen.
Bei Salbei zeigt er sich im Spätsommer als weißer Belag auf den behaarten Blättern und ist darauf leicht zu übersehen. Befallene Triebe zurückschneiden, dann treibt der Salbei gesund nach.
Tritt vor allem im Winterquartier auf, wenn es warm und stickig ist. Luftig stellen und befallene Triebe abschneiden.
Im Spätsommer oft weißer Belag auf den Blättern. Zurückschneiden, der Neuaustrieb ist meist gesund.
Im Spätsommer oft weißer Belag. Kräftig zurückschneiden, der Neuaustrieb ist meist gesund.
Tritt bei Borretsch vor allem im Spätsommer auf älteren Pflanzen auf, besonders bei Trockenheit. Alte, befallene Pflanzen herausnehmen, junge Nachsaaten bleiben meist gesund.
Die Blattränder rollen sich nach oben, die Unterseite färbt sich rötlich, auch die Früchte können befallen werden. Einige Sorten sind deutlich anfälliger als andere.
Vor allem Schwarze Johannisbeeren werden vom Amerikanischen Stachelbeermehltau befallen, erst weiß, später braun und filzig an Triebspitzen und Beeren. Widerstandsfähige Sorten wählen und befallene Spitzen abschneiden.
Bei Stachelbeeren ist es der Amerikanische Stachelbeermehltau. Er befällt ab Mai Triebspitzen und Beeren, der Belag wird später braun und filzig. Mehltaufeste Sorten sind die wichtigste Vorbeugung.
Ab dem Spätsommer bekommen Ringelblumen fast immer etwas Mehltau, besonders auf älteren Pflanzen. Befallene Blätter entfernen, eine Nachsaat im Juni liefert gesunde Pflanzen für den Herbst.
Im Spätsommer oft weißer Belag auf den Blättern. Dann sind die Pflanzen fast verblüht, abschneiden.
Im Spätsommer oft weißer Belag auf den Blättern. Dann abmähen und als Gründüngung verwenden.
Mehr über Echter Mehltau bei Wikipedia
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