Kohlhernie
Wurzeln schwellen zu Knollen an, Kohlgewächse welken und kümmern. Befällt Rettich, Kohl, Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Rucola und Gelbsenf.
Erkennen
Die Pflanzen welken bei Sonne, erholen sich nachts und bleiben klein. An den Wurzeln dicke, knollige Wucherungen, die später faulen.
Wann: Den ganzen Sommer, vor allem in sauren, nassen Böden
Vorbeugen
- Kohlgewächse (auch Radieschen, Rucola und Senf als Gründüngung) nur alle vier Jahre auf dasselbe Beet setzen: Die Sporen halten sich viele Jahre im Boden.
- Saure Böden kalken, bei einem pH-Wert über 7 breitet sich die Krankheit kaum aus.
- Staunässe vermeiden und nur gesunde Jungpflanzen kaufen.
- Widerstandsfähige Sorten wählen, bei Kohl gibt es einige.
Wenn der Befall schon da ist
- Befallene Pflanzen samt Wurzeln herausnehmen und in den Hausmüll geben, nie auf den Kompost.
- Auf dem Beet mehrere Jahre keine Kohlgewächse anbauen.
Konventionell: Gegen Kohlhernie gibt es für den Haus- und Kleingarten keine Mittel. Fruchtfolge und Kalk sind die einzigen Wege.
Nur Mittel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind (Verzeichnis des BVL), und die Gebrauchsanleitung beachten.
Diese Pflanzen befällt sie besonders
Wie alle Kreuzblütler kann Rettich Kohlhernie im Boden vermehren. Mindestens vier Jahre keine Kreuzblütler auf dasselbe Beet.
Kohl ist die anfälligste Kultur im Garten. Befallene Pflanzen mit den Wurzeln entfernen und in den Restmüll geben, nicht auf den Kompost.
Kohlrabi ist etwas weniger anfällig als Kopfkohl, verbreitet den Erreger aber genauso. In der Fruchtfolge zählt Kohlrabi als Kohl.
Kohlhernie bleibt Jahre im Boden. Mindestens vier Jahre keine Kreuzblütler auf dasselbe Beet.
Blumenkohl ist besonders anfällig. Nur auf Beete pflanzen, auf denen vier Jahre kein Kreuzblütler stand.
Mindestens vier Jahre keine Kreuzblütler auf dasselbe Beet.
Wie alle Kreuzblütler kann Rucola Kohlhernie im Boden vermehren. Fruchtfolge einhalten.
Gelbsenf ist selbst anfällig und hält den Erreger im Boden. Kranke Pflanzen welken bei Wärme und haben knollig verdickte Wurzeln. Nie vor oder nach Kohl, Radieschen oder Rettich säen.
Mehr über Kohlhernie bei Wikipedia
Weitere Schädlinge und Krankheiten
- Blattläuse
- Nacktschnecken
- Kohlweißling
- Kohlfliege
- Erdflöhe
- Möhrenfliege
- Zwiebelfliege
- Lauchmotte
- Lauchminierfliege
- Rübenfliege
- Selleriefliege
- Kartoffelkäfer
- Spinnmilben
- Weiße Fliege
- Drahtwürmer
- Wühlmäuse
- Bohnenfliege
- Erbsenwickler
- Maiszünsler
- Zikaden
- Blattrandkäfer
- Nematoden
- Kraut- und Braunfäule
- Echter Mehltau
- Falscher Mehltau
- Grauschimmel
- Blattfleckenkrankheit
- Lauchrost
- Maisbeulenbrand
- Minzrost
- Schokoladenfleckenkrankheit
- Tulpenfeuer
- Narzissenfliege
- Kirschessigfliege
- Stachelbeerblattwespe
- Anthraknose der Lupine