
Steckbrief
Crocus · Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Krokusse blühen im Februar und März als erste Farbe im Garten. Die offenen Blüten liefern Pollen und Nektar, wenn sonst fast nichts blüht. Hummelköniginnen und frühe Wildbienen sind darauf angewiesen. Ins Freie gepflanzt wird 6. Sep – 1. Nov. Geerntet werden kann 22. Feb – 29. Mär.
- Standort
- sonnig bis halbschattig
- Pflanzabstand
- 5 bis 8 cm Abstand, 5 bis 8 cm tief
- Wuchshöhe
- 8 bis 15 cm
- Frost
- wenig empfindlich
- Nährstoffbedarf
- Schwachzehrer
Gießen
Meist nicht nötig. Nur im Topf bei trockenem Frühjahr gießen.
Mehr über Krokusse bei Wikipedia
Das Jahr im Mittel für Deutschland
Die Balken zeigen, in welchem Zeitraum du damit anfängst.
- Deutschland-Schnitt
- letzter Frost, 19. Apr
- letzter Frost in 8 von 10 Jahren
- erster Herbstfrost, 1. Nov
- heute
Ohne Ort gilt ein mittlerer letzter Frost um den 19. Apr. Je nach Ort geht es zwischen 26. Aug und 16. Sep ins Beet. Die Höhe deines Ortes ist eingerechnet; in Tälern und Mulden, in denen sich kalte Luft sammelt, kann es 1 bis 2 Wochen später sein.
Pflege, Dünger und Ertrag
Pflege
- Im Rasen erst mähen, wenn das Laub der Krokusse gelb ist, meist ab Ende April.
- Nichts weiter tun: Krokusse vermehren sich von selbst über Tochterknollen und Samen.
Düngen
Bio: Kein Dünger nötig. Im Beet reicht etwas Kompost im Herbst.
Konventionell: Kein mineralischer Dünger nötig.
Mehr und besser ernten
- Frühe Wildkrokusse und späte Gartenkrokusse mischen, dann blüht es von Februar bis April.
- Laub nach der Blüte stehen lassen, dann blühen im nächsten Jahr mehr Knollen.
Schädlinge und Krankheiten
Empfindlich gegen
- Staunässe
- In nassem Boden faulen die Knollen. Auf durchlässigen Boden pflanzen.
- Vögel
- Spatzen zupfen gern an gelben Blüten. Das sieht schlimm aus, schadet der Pflanze aber nicht.
Häufige Schädlinge und Krankheiten
WühlmäuseSchädling
Wühlmäuse und Feldmäuse fressen die Knollen besonders im Herbst und Winter. Drahtkörbe schützen, bei starkem Befall besser Narzissen oder Traubenhyazinthen setzen.
Erkennen, vorbeugen, bekämpfen
Erkennen: Pflanzen welken plötzlich und lassen sich ohne Wurzeln herausziehen. Flache, unregelmäßige Erdhügel (anders als die runden, hohen Hügel des Maulwurfs), Gänge dicht unter der Oberfläche, angenagte Möhren und Kartoffeln.
Wann: Ganzjährig, am meisten Schaden im Herbst und Winter
Vorbeugen
- Hochbeete mit einem engmaschigen Drahtgitter (Maschenweite höchstens 13 mm) am Boden bauen.
- Pflanzkörbe aus Draht für Knollen und wertvolle Pflanzen.
- Katzen, Greifvögel und Wiesel halten den Bestand klein; eine Sitzstange für Greifvögel am Beet hilft.
Wenn der Befall schon da ist
- Den Gang freilegen und prüfen, ob er wieder verschlossen wird (Verwühlprobe). Dann ist er bewohnt.
- Fallen, die für Wühlmäuse gemacht sind, in bewohnte Gänge stellen. Das ist die wirksamste Methode.
- Gerüche wie Knoblauch oder Holunderjauche vertreiben die Tiere höchstens kurz.
Konventionell: Es gibt zugelassene Giftköder und Begasungsmittel für den Haus- und Kleingarten. Sie gefährden auch Haustiere und andere Tiere; Fallen sind die sicherere Wahl.
Im Haus- und Kleingarten nur Mittel verwenden, die dafür zugelassen sind, und die Gebrauchsanleitung beachten. Welche gerade zugelassen sind, steht im Verzeichnis des BVL.
Nützlinge, die Krokusse anlockt
Hummelköniginnen finden an Krokussen im Februar und März Pollen und Nektar, wenn sonst kaum etwas blüht.
Bestäuben schon bei kühlem Wetter und schütteln den Pollen aus Tomatenblüten.
Früh fliegende Wildbienen wie Sandbienen sammeln an den offenen Blüten Pollen, Wildkrokusse haben besonders viel davon.
Hunderte Arten, die viele Obst- und Gemüsesorten bestäuben.
An sonnigen Tagen holen Honigbienen an Krokussen ihren ersten frischen Pollen im Jahr.
Bestäuben viele Gemüse- und Obstblüten, wenn Imker in der Nähe sind.
Tipps zum Anbau
- Viele Knollen in Gruppen oder als Band in den Rasen pflanzen. Dafür ein Stück Rasen abheben, die Knollen legen und die Soden zurückklappen.
- Wildkrokusse wie der Elfenkrokus verwildern schnell und haben viel Pollen. Großblumige Gartenkrokusse blühen etwas später.
- Krokusse öffnen sich nur bei Sonne. Pflanze sie dort, wo die Frühlingssonne hinkommt, auch unter noch kahle Bäume.
Sorten und häufige Fehler
Sorten und Saatgut
- Elfenkrokus (Crocus tommasinianus)
- Früher Wildkrokus in Lila, verwildert im Rasen und bietet viel Pollen.
- Ruby Giant
- Kräftig violette Sorte des Elfenkrokus, ebenfalls gut zum Verwildern.
- Cream Beauty
- Cremegelber Kleiner Krokus (Crocus chrysanthus), blüht früh und reich.
- Jeanne d'Arc
- Weißer, großblumiger Gartenkrokus (Crocus vernus), blüht im März.
Beispiele, keine Werbung. Die Sorten gibt es bei vielen Saatgut- und Pflanzenhändlern.
Häufige Fehler
- Der Rasen wird im März schon gemäht. Dann fehlt den Knollen Kraft, und die Krokusse verschwinden nach ein paar Jahren. Warte, bis das Laub gelb ist.
- Die Knollen werden einzeln und weit verstreut gesetzt. Dann fallen sie kaum auf. Setze sie in Gruppen von zwanzig und mehr.
- Krokusse kommen in Gebiete mit vielen Mäusen ohne Schutz. Dann sind sie oft im ersten Winter gefressen. Nutze Drahtkörbe oder wähle Narzissen und Traubenhyazinthen, die Mäuse meiden.
Häufige Fragen zu Krokusse
Warum sind die Blüten meiner Krokusse zerrupft?
Oft sind es Spatzen oder Amseln, die an den gelben Blüten zupfen. Das schadet der Knolle nicht. Weiße und lila Sorten werden seltener zerpflückt als gelbe.
Warum sind Krokusse so wichtig für Hummeln?
Hummelköniginnen fliegen schon bei wenigen Grad über null aus und brauchen sofort Nahrung, um ein Volk zu gründen. Im Februar und März blüht noch wenig. Krokusse mit viel Pollen und Nektar schließen diese Lücke.
Kann ich Krokusse noch im November pflanzen?
Ja, solange der Boden nicht gefroren ist. Früher gepflanzte Knollen wurzeln aber besser ein und blühen im ersten Frühjahr kräftiger.
Quellen zu Krokusse
Diese Quellen stützen die genannten Angaben. Die Termine rechnet Saatfenster für deinen Ort um; die Quellen nennen meist Monate für ganz Deutschland.
- Termine: Zwiebelblumen werden im Herbst gepflanzt, auch Oktober und November gehen noch. Ein früher Termin bringt bei fast allen Arten eine bessere Blüte. (Quelle: Bayerische Gartenakademie (LWG): Gartentipp Frühling im Herbst, gefunden am 30.09.2026)
- Pflanzabstand: Faustregel: doppelt so tief pflanzen, wie die Zwiebel hoch ist, und zwei bis drei Zwiebelbreiten Abstand. Der Boden muss durchlässig sein, bei Staunässe im Winter faulen die Zwiebeln. (Quelle: Bayerische Gartenakademie (LWG): Gartentipp Frühling im Herbst, gefunden am 30.09.2026)
- Pflege: Frühblüher wie Krokusse sind die erste Nahrung für Hummeln und Wildbienen im Jahr. Wildkrokusse haben viel Pollen und vermehren sich gut. (Quelle: NABU Baden-Württemberg: Frühblüher für Insekten, gefunden am 30.09.2026)
Weitere Pflanzen
Passen gut zu Krokusse
Hülsenfrüchte
Stielgemüse
Kräuter
Blumen