
Steckbrief
Lactuca sativa · Korbblütler (Asteraceae)
Kopf- und Pflücksalat lassen sich gestaffelt säen und pflanzen, so gibt es die ganze Saison über frische Blätter. Vorgezogen wird Salat im Mittel vom 8. Mär – 19. Jul. Ins Freie gepflanzt wird 5. Apr – 16. Aug. Geerntet werden kann 17. Mai – 11. Okt.
- Standort
- sonnig bis halbschattig
- Pflanzabstand
- 25 x 30 cm
- Wuchshöhe
- 15 bis 30 cm
- Frost
- wenig empfindlich
- Nährstoffbedarf
- Schwachzehrer
Gießen
Regelmäßig, am besten morgens, damit die Blätter bis zum Abend trocknen (weniger Schnecken und Fäulnis).
Mehr über Salat bei Wikipedia
Das Jahr im Mittel für Deutschland
Die Balken zeigen, in welchem Zeitraum du damit anfängst.
- Deutschland-Schnitt
- letzter Frost, 19. Apr
- letzter Frost in 8 von 10 Jahren
- erster Herbstfrost, 1. Nov
- heute
Ohne Ort gilt ein mittlerer letzter Frost um den 19. Apr. Je nach Ort geht es zwischen 25. Mär und 15. Apr ins Beet. Die Höhe deines Ortes ist eingerechnet; in Tälern und Mulden, in denen sich kalte Luft sammelt, kann es 1 bis 2 Wochen später sein.
Pflege, Dünger und Ertrag
Pflege
- Regelmäßig hacken, das lockert den Boden und hält ihn länger feucht.
- Schnecken frühmorgens oder abends absammeln, am besten nach dem Gießen.
- Welke oder faule Außenblätter entfernen, damit sich Fäulnis nicht ausbreitet.
Düngen
Bio: Salat braucht wenig: Etwa 2 Liter reifer Kompost je m² vor dem Pflanzen reichen aus. Bei späten Sätzen höchstens einmal mit verdünnter Brennnesseljauche (1 zu 10) gießen.
Konventionell: Wenn überhaupt, nur wenig Gemüsedünger nach Packungsangabe beim Pflanzen. Salat reichert bei zu viel Stickstoff Nitrat an, darum sparsam düngen und lieber abends ernten.
Mehr und besser ernten
- Alle zwei bis drei Wochen ein paar Pflanzen nachsetzen, dann ist immer Salat erntereif.
- Bei Pflücksalat nur die äußeren Blätter ernten, die Pflanze wächst dann wochenlang weiter.
- Kopfsalat ernten, sobald der Kopf fest ist, danach schießt er schnell.
Schädlinge und Krankheiten
Empfindlich gegen
- Hitze
- Bei Hitze und langen Tagen schießt Salat, die Blätter werden bitter. Im Sommer schossfeste Sorten wählen und halbschattig pflanzen.
- Zu tiefes Pflanzen
- Steckt das Herz in der Erde, bleibt es feucht und fault leicht. So flach pflanzen, dass der Wurzelballen noch etwas herausschaut.
Häufige Schädlinge und Krankheiten
NacktschneckenSchädling
Frisch gepflanzter Salat ist oft schon nach einer Nacht abgefressen. Kräftige Jungpflanzen setzen und in den ersten zwei Wochen jeden Abend nachsehen.
Erkennen, vorbeugen, bekämpfen
Erkennen: Große Löcher in den Blättern, abgefressene Keimlinge und Jungpflanzen, silbrig glänzende Schleimspuren am Morgen. Die Schnecken selbst sieht man meist nur nachts oder nach Regen.
Wann: Frühjahr bis Herbst, vor allem in feuchten Jahren und nach Regen
Vorbeugen
- Morgens gießen statt abends, damit Boden und Pflanzen nachts trocken sind.
- Jungpflanzen erst kräftig vorziehen und nicht zu klein auspflanzen: Große Pflanzen überstehen etwas Fraß.
- Schneckenzäune oder Hochbeete mit Schneckenkante halten sie fern. Nicht mulchen, solange die Pflanzen klein sind.
- Igel, Kröten, Blindschleichen und Laufkäfer fressen Schnecken und ihre Eier: Laubhaufen und Steine am Rand lassen.
Wenn der Befall schon da ist
- Abends oder früh morgens mit der Taschenlampe absammeln, das ist am wirksamsten.
- Bretter oder feuchte Säcke zwischen die Reihen legen, tagsüber verkriechen sich die Schnecken darunter und lassen sich einsammeln.
- Schneckenkorn mit Eisen-III-phosphat ist auch im Bio-Anbau erlaubt. Sparsam einzelne Körner um gefährdete Pflanzen streuen, nicht flächig.
- Nematoden gegen Nacktschnecken (Phasmarhabditis) im Frühjahr auf den feuchten Boden gießen, sie befallen junge Schnecken im Boden.
Konventionell: Schneckenkorn mit anderen Wirkstoffen bringt gegenüber Eisen-III-phosphat keinen Vorteil und ist für Igel, Hunde und Katzen gefährlicher. Wenn überhaupt, nur zugelassene Mittel und sparsam in Streifen, nie als Haufen.
Natürliche Gegenspieler: Laufkäfer
BlattläuseSchädling
Die Läuse sitzen gern versteckt in den Herzblättern und an der Unterseite, im Kopf sind sie kaum abzuspülen. Sorten mit Resistenz gegen die Salatblattlaus helfen.
Erkennen, vorbeugen, bekämpfen
Erkennen: Grüne, schwarze, graue oder mehlig bepuderte Läuse, 1 bis 3 mm groß, dicht an dicht an jungen Trieben, Knospen und unter den Blättern. Die Blätter kräuseln sich, sind klebrig vom Honigtau, und oft laufen Ameisen hin und her. Auf dem Honigtau wächst später schwarzer Rußtau.
Wann: Mai bis Juli am stärksten, bei warmem, trockenem Wetter
Vorbeugen
- Nicht zu viel Stickstoff düngen: weiche, schnell wachsende Triebe ziehen Läuse an.
- Blühende Pflanzen wie Dill, Ringelblume und Kapuzinerkresse ins Beet holen, dann kommen Schwebfliegen, Marienkäfer und Florfliegen.
- Die Pflanzen ab Mai jede Woche kurz an Triebspitzen und Blattunterseiten ansehen. Kleine Kolonien sind schnell weg.
Wenn der Befall schon da ist
- Einzelne Kolonien abstreifen, befallene Triebspitzen abknipsen oder die Läuse mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen.
- Ein paar Tage abwarten: Wo Nützlinge schon da sind, brechen die Kolonien oft von selbst zusammen.
- Bei starkem Befall zugelassene Mittel auf Basis von Kaliseife oder Rapsöl spritzen, sie wirken nur bei direktem Treffer und schonen die meisten Nützlinge.
- Brennnesselauszug (etwa 1 kg frische Brennnesseln auf 10 l Wasser, 12 bis 24 Stunden ziehen lassen, unverdünnt spritzen) schwächt die Läuse.
Konventionell: Gegen saugende Insekten gibt es zugelassene Mittel mit synthetischen Wirkstoffen für den Haus- und Kleingarten. Sie treffen auch Marienkäfer- und Schwebfliegenlarven, deshalb nur bei starkem Befall und nicht in offene Blüten spritzen.
Natürliche Gegenspieler: Marienkäfer, Schwebfliegen, Florfliegen, Schlupfwespen, Ohrwürmer, Blumenwanzen
Falscher MehltauKrankheit
Vor allem Frühjahrs- und Herbstsätze werden befallen, wenn die Blätter nachts lange nass bleiben. Weit genug pflanzen, morgens gießen und resistente Sorten wählen.
Erkennen, vorbeugen, bekämpfen
Erkennen: Gelbliche, eckige Flecken auf der Blattoberseite, die von den Blattadern begrenzt sind. Auf der Unterseite ein grauer bis violetter Pilzrasen. Die Blätter sterben ab. Anders als Echter Mehltau lässt er sich nicht abwischen.
Wann: Frühjahr und Herbst oder in nassen Sommern, bei feuchtem, kühlem Wetter
Vorbeugen
- Morgens und nur an den Fuß gießen, damit die Blätter trocken bleiben.
- Weit genug pflanzen und auf luftige Lage achten.
- Widerstandsfähige Sorten wählen, bei Salat, Spinat, Gurken und Basilikum gibt es welche.
- Pflanzen der gleichen Art nicht jedes Jahr an dieselbe Stelle setzen.
Wenn der Befall schon da ist
- Befallene Blätter oder ganze Pflanzen sofort entfernen und in den Hausmüll geben.
- Schachtelhalmbrühe vorbeugend spritzen, sie stärkt die Blätter. Gegen einen starken Befall hilft sie nicht.
Konventionell: Es gibt wenige zugelassene Fungizide für den Haus- und Kleingarten. Sie wirken nur vorbeugend; bei Blattgemüse die Wartezeit beachten.
GrauschimmelKrankheit
Grauschimmel beginnt meist an Blättern, die auf dem nassen Boden liegen, und frisst sich zum Strunk vor. Welke Außenblätter entfernen und nicht zu dicht pflanzen.
Erkennen, vorbeugen, bekämpfen
Erkennen: Weiche, braune Faulstellen, auf denen ein grauer, stäubender Pilzrasen wächst. Bei Erdbeeren faulen die Früchte schon am Stock, bei Salat die unteren Blätter und der Strunk.
Wann: Bei feuchtem, kühlem Wetter, vor allem zur Erdbeerernte und im Herbst
Vorbeugen
- Weit genug pflanzen, damit die Pflanzen nach Regen schnell abtrocknen.
- Erdbeeren mit Stroh unterlegen, damit die Früchte nicht auf nasser Erde liegen.
- Nicht über die Blätter gießen und nicht zu viel Stickstoff düngen.
Wenn der Befall schon da ist
- Faule Früchte und Blätter bei jeder Ernte mit abnehmen und in den Hausmüll geben.
- Bei Salat die unteren, faulen Blätter früh entfernen.
Konventionell: Für Erdbeeren gibt es zugelassene Fungizide für den Haus- und Kleingarten, gespritzt in die Blüte. Wartezeiten beachten und nicht an Bienenflugtagen spritzen.
Im Haus- und Kleingarten nur Mittel verwenden, die dafür zugelassen sind, und die Gebrauchsanleitung beachten. Welche gerade zugelassen sind, steht im Verzeichnis des BVL.
Tipps zum Anbau
- Salat flach pflanzen, das Herz darf nicht in der Erde stecken, sonst fault er.
- Im Sommer schossresistente Sorten wählen und halbschattig stehen lassen.
- Jungpflanzen vertragen leichte Fröste, in der frühen Saison genügt ein Vlies.
Sorten und häufige Fehler
Sorten und Saatgut
- Maikönig
- Alter Kopfsalat für die frühe Pflanzung, verträgt kühles Wetter.
- Wunder von Stuttgart
- Kopfsalat für den Sommer, der langsamer schießt als Frühjahrssorten.
- Lollo Rosso
- Rotkrauser Pflücksalat, von dem du wochenlang einzelne Blätter ernten kannst.
Beispiele, keine Werbung. Die Sorten gibt es bei vielen Saatgut- und Pflanzenhändlern.
Häufige Fehler
- Im Hochsommer bei Hitze säen: Über etwa 20 °C keimen Salatsamen schlecht. Im Sommer abends säen, die Saat kühl halten oder an einem kühlen Ort vorziehen.
- Die Samen dick mit Erde bedecken: Salat keimt im Licht. Nur ganz dünn übersieben und andrücken.
- Jungpflanzen zu lange in den Anzuchttöpfen lassen: Sie wachsen schlecht an und schießen früher. Mit vier bis fünf Blättern pflanzen.
Häufige Fragen zu Salat
Was ist der Unterschied zwischen Kopf-, Pflück- und Eissalat?
Kopfsalat bildet einen weichen Kopf und wird auf einmal geerntet. Pflücksalat bildet keinen Kopf, du erntest laufend die äußeren Blätter. Eissalat hat feste, knackige Köpfe und braucht etwas länger.
Kann man Salat im Balkonkasten ziehen?
Ja, Pflück- und Schnittsalate sind dafür ideal. Ein Kasten mit 15 bis 20 cm Erde reicht. Im Sommer halbschattig stellen und täglich prüfen, ob die Erde trocken ist.
Wie lange hält sich geernteter Salat?
Kopfsalat bleibt in einem feuchten Tuch oder Beutel im Gemüsefach zwei bis vier Tage frisch. Pflücksalat welkt schneller, darum nur so viel pflücken, wie du gleich brauchst.
Quellen zu Salat
Diese Quellen stützen die genannten Angaben. Die Termine rechnet Saatfenster für deinen Ort um; die Quellen nennen meist Monate für ganz Deutschland.
- Termine: Kopfsalat: Anzucht März bis Juli, Pflanzung Anfang April bis Mitte August, Ernte nach 1,5 bis 2 Monaten; satzweise alle 10 bis 14 Tage. (Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL): Salat selbst im Garten anbauen, gefunden am 01.10.2026)
- Pflanzabstand: Kopfsalat mit 30 x 25 cm Abstand pflanzen. (Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL): Salat selbst im Garten anbauen, gefunden am 01.10.2026)
Weitere Pflanzen
Passen gut zu Salat
Hülsenfrüchte
Stielgemüse
Kräuter
Blumen